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„Ingolf Timpner – Ewigkeitsvermutung“

Juli 3 @ 18:00 - August 23 @ 18:00
Eintritt frei

Neue Sonderausstellung auf Gut Rödinghausen (03.07.-23.08.2026) 

Ingolf Timpner (1963-2018) bat seine Frau wenige Wochen vor seinem Versterben darum, sich aktiv um sein künstlerisches Oeuvre zu kümmern: „Du musst über meine Arbeiten reden und schreiben“.  Dr. Nahlah Saimeh gründete sodann nach dem Versterben des Düsseldorfer Künstlers die ITNS Nachlassverwaltung zur Archivierung, wissenschaftlichen Aufbereitung und Ausstellungskoordination des Oeuvres ihres Mannes, um das 40 Jahre umfassende Werk aufzuschlüsseln und einem breiten Publikum näherzubringen. Seit 2019 kuratiert sie regelmäßig Ausstellungssalons mit Werken ihres Mannes und anderen Künstlerinnen und Künstlern.

Anlässlich der ersten großen Werk-Retrospektive 2023 gründete sie den ITNS Verlag Düsseldorf, in dem sie Publikationen zur Kunst herausgibt. Ihren Verlag will sie als einen „Salon zwischen zwei Buchdeckeln“ (Saimeh 2026) verstanden wissen. Sie schreibt auch selbst Texte zur Kunst. Zuletzt erschien im April 2026 der Ausstellungskatalog „Mea culpa“ zu Goldschmiede-Objekten des Künstlers Georg Hornemann in der St. Andreas-Kirche Düsseldorf.

In den historischen Räumlichkeiten von Gut Rödinghausen zeigt die Sonderausstellung »Ingolf Timpner – Ewigkeitsvermutung« ausgewählte Fotoarbeiten aus dem Nachlass des 2018 verstorbenen Düsseldorfer Künstlers. Hochwertige Silver-Gelatine-Prints, die insbesondere Bildnisse und Stillleben zum Motiv haben, repräsentieren Timpners künstlerisches Interesse an einer tiefgehenden Wesensschau der Dinge. Aus seinen konzentrierten, ruhigen Fotoarbeiten spricht eine überzeitliche Qualität der von ihm fotografierten Personen und Objekte.

In Timpners Werk geht es um die der zeitlichen Begrenzung des Individuums enthobenen Qualität des Seins. Auf den ersten Blick dominieren Assoziationen von Morbidität und Tod. Lässt man die Bilder jedoch länger auf sich wirken und überlässt sich der behutsamen Stille, wird man der unbedingten Achtsamkeit gewahr, mit der Ingolf Timpner der Welt begegnet ist und die sich letztlich auf den Betrachter überträgt. So handelt es sich faktisch um ein Werk einer großen Hingabe. Die Fotoarbeiten sind durch die spezifische Entwicklungstechnik mit einem Naturschwamm unikatäre Abzüge in einer Auflage von höchstens drei Exemplaren.

Mit der Ausstellung wird die im vergangenen Jahr mit einer Werkschau des Sauerländer Fotokünstlers Dirk Vogel (»Perspektiven«, 25.05.-21.09.2025) begonnene Reihe »Gut Rödinghausen Fotosalon« fortgesetzt.

Die Ausstellung im Überblick: „Ingolf Timpner – Ewigkeitsvermutung“

  • Ausstellungslaufzeit: 03.07.-23.08.2026
  • Eintritt frei
  • Feierliche Ausstellungseröffnung am Freitag, 03.07.2026 um 18.00 Uhr mit Talk und „1. Gut Rödinghausen Sommerabendkonzert“ im Kaminsaal von Gut Rödinghausen: Nach einer thematischen Einführung durch Museumsleiter Marius Stiehler und der Möglichkeit zu einem ersten Besuch der Ausstellung, greifen im Anschluss ab 19.00 Uhr Dr. Nahlah Saimeh und Jakob Wagner im Gespräch mit Marius Stiehler Ingolf Timpner als Mensch und Künstler auf. An den Talk schließt sich um 20.00 Uhr unter dem Titel »Pictures« das erste »Gut Rödinghausen Sommerabendkonzert« von Jakob Wagner als Abschluss der feierlichen Ausstellungseröffnung an. Aufgrund der beschränkten Teilnehmerzahl ist für die Ausstellungseröffnung (18.00 Uhr), den Talk (19.00 Uhr) und das Sommerabendkonzert (20.00 Uhr) eine vorherige Anmeldung bis spätestens Dienstag, 30.06.2026 unter Tel. 02373 903-8770 zu den Öffnungszeiten des Industriemuseums oder jederzeit per Mail an museum@menden.de erforderlich. Bei der Anmeldung ist bitte anzugeben, ob eine Teilnahme an einzelnen oder an allen drei Veranstaltungen gewünscht ist. Der Eintritt in die Ausstellung, zum Talk und zum Sommerabendkonzert ist frei!

Begleitprogramm:

Performance-Lesung aus „Gelächter kreuzförmig“ mit Ingnahl Magadan | Mi. 15.07.2026, 18.00 Uhr

Als Konzeptkünstlerin Ingnahl Magadan tritt Dr. Nahlah Saimeh seit 2018 mit einem multimedialen Werk in Erscheinung. Ihr bewusst gewählter Künstlername ist bereits Teil des Konzeptes: Während sich ihr Vorname aus den Anfangsbuchstaben von Ingolf und Nahlah zusammensetzt, spielt ihr Nachname auf die historische Stätte Magdala am Westufer des See Genezareth an und beschreibt ihre tiefe spirituelle Erfahrung im Zusammenhang mit dem Versterben ihres Ehemannes.

Ein Einblick in ihr literarisches Schaffen bietet sich am Mittwoch, 15.07.2026, wenn Ingnahl Magadan im Rahmen einer öffentlichen Lesung zu Gast auf Gut Rödinghausen ist und aus ihrem ersten Gedichtband »Gelächter kreuzförmig« vorträgt. Die Publikation erschien 2025 im von Dr. Nahlah Saimeh gegründeten ITNS Verlag, Düsseldorf und wird von sechs Arbeiten des renommierten Düsseldorfer Goldschmiedekünstlers Georg Hornemann als bildnerischer Kommentar begleitet. Die Lesung beginnt um 18.00 Uhr im Kaminsaal von Gut Rödinghausen (Fischkuhle 15, 58710 Menden). Im Anschluss bietet sich die Möglichkeit zum Gespräch mit der Autorin.

Aufgrund der beschränkten Teilnehmerzahl ist für diese Veranstaltung eine Anmeldung bis spätestens Mittwoch, 08.07.2026 unter Tel. 02373 903-8770 zu den Öffnungszeiten des Industriemuseums oder jederzeit per Mail an museum@menden.de erforderlich. Der Eintritt ist frei!

Das Team der Museen Menden freut sich auf Ihre Anmeldung und steht bei Rückfragen unter den genannten Kontaktmöglichkeiten gerne zur Verfügung

Änderungen vorbehalten

Gut Rödinghausen mit Industriemuseum | Fischkuhle 15 | 58710 Menden

Öffnungszeiten: Mi., Do. 09.00-17.00 Uhr | Sa., So. 10.00-18.00 Uhr | An Feiertagen geschlossen
Kontakt & Anmeldung: Tel. 02373 903-8770 | Mail: museum@menden.de
Eintritt frei

Details

  • Beginn: Juli 3 @ 18:00
  • Ende: August 23 @ 18:00
  • Eintritt: Eintritt frei

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