»Game Designers & Software Artists« Inszenierung und Selbstverständnis der Künstlerinnen und Künstler bei Electronic Arts (EA) von 1983-1988

Neue Sonderausstellung auf Gut Rödinghausen (12.12.2026-25.04.2027)
Anfang der 1980er Jahre hielten in immer mehr Kinder-, Wohn- und Schlafzimmern Heimcomputer und Spielkonsolen Einzug. Vor diesem Hintergrund entstand eine wachsende Szene der Computerspielentwicklung, die sich zunehmend professionalisierte. Besonders die US-amerikanische Firma Electronic Arts (EA) wirkte mit ihrem Marketingkonzept auf die Inszenierung und das Selbstverständnis der Spieleentwicklerinnen und -entwickler jener Zeit. Diese standen nicht nur vor der Herausforderung ein Computerspiel als Gegenstand zu definieren, zu gestalten und zu realisieren, sondern begriffen sich auch als Künstlerinnen und Künstler, die sich ein neues Medium zu eigen machten. Die Ausstellung geht der Entwicklung eines Mediums nach, das heute unsere Popkultur prägt und dabei weit mehr als reine Unterhaltung ist.
Ausgehend von seiner eigenen umfangreichen Videospielsammlung hat Dr. Björn Blankenheim, Gründer und Geschäftsführer von VAULT.NRW – Videospiel-Archiv für Unternehmensgeschichte, Literatur und Technikkultur NRW, die Ausstellung konzipiert. Die in Kooperation mit den Museen der Stadt Menden entstandene neue Sonderausstellung »Game Designers & Software Artists« auf Gut Rödinghausen zeigt rund 70 Spiele und Anwendungen aus der Zeit zwischen 1983 und 1988, ergänzt um historische Exponate, wie Zeitschriften, Hardware und weiteres zeittypisches Zubehör. Nicht nur Fans klassischer Computerspiele erhalten hier einen spannenden Einblick in die Geschichte der Computerspiele, ihre Ästhetik, Technik und künstlerischen Ambitionen!
Eröffnet wird die neue Sonderausstellung am Samstag, 12.12.2026 um 14.00 Uhr mit einem Grußwort von Museumsleiter Marius Stiehler und einem Überblicksvortrag von Dr. Björn Blankenheim im Kaminsaal von Gut Rödinghausen. Aufgrund der beschränkten Teilnehmerzahl ist für die Ausstellungseröffnung eine Voranmeldung erforderlich.
TIPP: Die Eröffnungsfeier reiht sich in das Veranstaltungsprogramm des »Lendringser Dorfadvents« ein, der nach seinem Debüt im Innenhof von Gut Rödinghausen im Jahr 2025 dieses Jahr vom 11. bis 13.12.2026 erneut in dieser besonderen Atmosphäre stattfindet. Der Eintritt zum Weihnachtsmarkt und in das Museum ist frei!
Die Ausstellung im Überblick: »Game Designers & Software Artists«
- Ausstellungslaufzeit: 12.12.2026-25.04.2027 | Eintritt frei
- Ausstellungseröffnung am Samstag, 12.12.2026, 14.00 Uhr im Rahmen des „Lendringser Dorfadvents“ (11.-13.12.2026) | Für die Teilnahme an der Eröffnungsfeier ist eine Anmeldung unter Tel. 02373 903-8870 zu den Öffnungszeiten des Industriemuseums auf Gut Rödinghausen (Mi., Do. 09.00-17.00 Uhr | Sa., So. 10.00-18.00 Uhr | An Feiertagen geschlossen) oder per Mail an museum@menden.de erforderlich.
Begleitprogramm zur Ausstellung »Game Designers & Software Artists«:
Mittwoch, 03.03.2027, 18.00 Uhr (Gut Rödinghausen): Podiumsdiskussion zur Ausstellung »Game Designers & Software Artists«
- Eintritt frei | Anmeldung erforderlich bis zum 24.02.2027
- Dr. Björn Blankenheim ist Gründer und Geschäftsführer von VAULT.NRW – Videospiel-Archiv für Unternehmensgeschichte, Literatur und Technikkultur NRW (2024). Auf Grundlage seiner umfangreichen privaten Videospiele-Sammlung konzipierte er die Ausstellung »Game Designers & Software Artists« (Gut Rödinghausen, Menden | 12.12.2026-25.04.2027). Weitere Informationen unter: https://vault.nrw/willkommen-in-der-vault-nrw/
- Martin Dietrich ist seit über neun Jahren freier Journalist mit Schwerpunkt auf Videospiele, digitaler Öffentlichkeit und gesellschaftlichen Debatten. Unter anderem hat er schon für GameStar, ZEIT, SPIEGEL, MDR und die Bundeszentrale für politische Bildung gearbeitet. Zusammen mit Sebastian Tyzak schuf er eine Reportage über Cybergrooming auf der Videospielplattform Roblox für das ZDF. 2025 gründeten beide den journalistischen Gaming-Kanal Decode, der Videos und Podcasts produziert.
- Dr. Benjamin Beil ist Professor für Medienwissenschaft mit Schwerpunkt Digitalkulturen am Institut für Medienkultur und Theater an der Universität zu Köln. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Computerspiele, Inter- und Transmedialität sowie digitale Medien im Museum.
- Isabelle Hamm, M.A. ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Projekt »Computerspiele(n) im Museum« am Institut für Medienkultur und Theater an der Universität zu Köln. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen Museologie, digitale Kunstvermittlung, KI, Medienkunst sowie die Schnittstellen dieser Bereiche zu Computerspielen; sie promoviert zu virtuellen Ausstellungen.
Sonntag, 25.04.2027, 14.00 Uhr (Gut Rödinghausen): »Im Gespräch mit Dr. Björn Blankenheim«
- Inklusive Ausstellungsrundgang mit Museumsleiter Marius Stiehler
- Eintritt frei | Anmeldung erforderlich bis zum 21.04.2027
Änderungen vorbehalten
Gut Rödinghausen mit Industriemuseum | Fischkuhle 15 | 58710 Menden
Öffnungszeiten: Mi., Do. 09.00-17.00 Uhr | Sa., So. 10.00-18.00 Uhr | An Feiertagen geschlossen
Anmeldung & Kontakt: Tel. 02373 903-8770 | Mail: museum@menden.de
Eintritt frei
Bildnachweis: Sigurd Steinprinz


