Antoniuskapelle & Kreuzweg
Die Mendener Kreuztracht ist ein Brauch, der bis in das 17. Jahrhundert zurückgeht. Von der St. Vincenz-Kirche im Zentrum geht es entlang des Kreuzweges durch die Stadt zur Kreuzkapelle auf dem Rodenberg, vorbei an 8 Stationen mit Heiligenhäuschen und Gedenksteinen. Dort steht das Mendener Bußkreuz, welches im Jahre 1685 vom damaligen Mendener Bürgermeister Schmittmann errichtet wurde. Vom Rodenberg führt der Weg dann durch den Mendener Stadtforst zurück in die Stadt. Mehr als 10.000 Besucher führt es jährlich nach Menden zu dieser bedeutenden Tradition.
Es gibt die Legende, dass der Brauch auf ein Gelübde zurückgeht. Es wird erzählt, dass die pestkranke Frau des Bürgermeisters am Karfreitag des Jahres 1684 geheilt worden sei und daraufhin der Bau einer Kapelle auf dem Rodenberg bei Menden gelobt wurde, verbunden mit einer jährlich am Karfreitag abzuhaltenden Prozession. Der jeweils letzte Lauf der Prozession am Karsamstagmorgen wird auch „Brötchenprozession“ genannt.
Zu Karfreitag finden stündlich von Gründonnerstag 21 Uhr bis Karsamstag 6 Uhr Prozessionen statt. Die Kreuzwegstrecke ist etwa 2,5 Kilometer lang und kann natürlich zu jeder Jahreszeit bewältigt werden.
Auf dem Weg liegt auch die Antoniuskapelle. Sie wurde unter dem Schutz des Stadtpatrons, dem Heiligen Antonius von Padua, in den Jahren 1685 bis 1688 erbaut und 1711/1712 erweitert. In der Antoniuskapelle lässt es sich übrigens sehr romantisch heiraten.
Weitere Infos findet ihr hier: Pastoralverbund Menden (pv-menden.de)